Dienstag, Dezember 13, 2011
Fair Trade Siegel vs. Bio Siegel
Die Einhaltung der von den Weltläden selbst auferlegten Fair Trade Kriterien garantiert unter anderem, dass entlang der gesamten Wertschöpfungs- und Logistikkette das Kriterium der Umweltverträglichkeit eingehalten wird. So leistet der Faire Handel seit Jahren Unterstützung für die Produzenten bei der Umstellung auf ökologischen Landbau, z. B. durch einen Preisaufschlag für Biozertifizierung oder durch eine Beratung. Die Anforderungen des Fairen Handels an die Umweltverträglichkeit sind so hoch, dass bereits 70% der Fairtrade-zertifizierten Lebensmittel auch bio-zertifiziert sind. Genauer gesagt sind 72% der Lebensmittel, die die GEPA verkauft, biologisch zertifiziert, bei EL PUENTE sind es ca. 80%, bei dwp 92% und bei BanaFair 100%.
Einen Überblick über die wichtigsten Fair Trade Siegel und Bio-Siegel gibt es hier.
Auch wenn Bio-Siegel und Fair Trade Siegel vieles gemeinsam haben, unterscheiden sie sich dennoch im Schwerpunkt ihrer Zielsetzung. So werden bei Bio-Siegeln in erster Linie ökologische Standards überprüft während der Fokus von Fair Trade Siegeln vor allem auf der Einhaltung von Sozialstandards liegt.
Wie bei den Bio-Siegeln gibt es auch bei den Fairtrade Siegeln qualitative Unterschiede. Insgesamt existieren vier bedeutende Fairtrade Siegel. Wer sich für die Unterschiede zwischen diesen interessiert, kann mehr darüber im Ergebnisbericht der Studie Fair ODER NICHT Fair? erfahren. Nur soviel, Olaf Paulsen, der Verfasser der Studie, resümierte, dass das FLO Fairtrade-System als einziges der vier untersuchten Ansätze den international anerkannten Kriterien des Fairen Handels entspreche, wie sie durch die Fair-Handels-Bewegung definiert wurden. Damit ist das FLO Fairtrade-System das derzeit einzige Gütesiegel-System des Fairen Handels, das in der Praxis umgesetzt wird.
Die internationale Zertifizierungsstelle FLO-CERT überprüft die Einhaltung der vorgegebenen Kriterien. Hierzu werden Produzentengruppen, Händler und Lizenznehmer regelmäßig kontrolliert. Lizenzen zur Nutzung des Siegels werden von nationalen Siegelinitiativen an Unternehmen vergeben. Im deutschen Sprachraum sind dies Transfair für Deutschland, die Max Havelaar-Stiftung für die Schweiz und Fairtrade Österreich.
Dienstag, Dezember 6, 2011
Eine-Welt-Laden Wittlich feiert 20 Jahre
Seit 20 Jahren bietet der Weltladen in Wittlich fair gehandelte Produkte an. Das war Anlass für die Verantwortlichen und Mitarbeiter, zu einer kleinen Feier in die Räume in der Neustraße einzuladen.
Werner Bühler vom Vorstand des Arbeitskreises “Eine Welt Wittlich” erinnerte an die ersten Jahre - damals in der Oberen Kordel und später in der Kirchstraße. Zuerst war es ein kleines Häuflein engagierter Wittlicher, die dem fairen Handel in ihrer Stadt eine Chance geben wollten. Aus den bescheidenen Anfängen wurde ein etabliertes Geschäft in der Neustraße - ein mit anderen vergleichbares Geschäft. Und doch ist es nicht ganz “normal”. Der EineWeltLaden, so betonte Bühler, unterscheide sich jedoch in vieler Hinsicht von anderen Verkaufsstellen: Alle Mitarbeiter sind ehrenamtlich tätig, sie sichern die täglichen Öffnungszeiten oder übernehmen Aufgaben, die eher im Hintergrund anfallen, wie zum Beispiel die Buchhaltung, den Einkauf, die Fensterdekoration und so weiter. Des Weiteren unterscheidet er sich durch die Verwendung der Gewinne aus dem Verkauf. So flossen - wie Manfred Walter berichten konnte - in den 20 Jahren seines Bestehens fast 100 000 Euro in verschiedene Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in Afrika und Lateinamerika. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass auch die entwicklungspolitische Bildung und die Bewusstseinsänderung zu den Zielen des Weltladens gehört.
Freitag, November 18, 2011
Weltladen Donaueschingen - Faire Weihnachtsmarkt
Fairer Weihnachtsmarkt: „Wer hier kauft, denkt nicht nur an sich, sondern auch an andere“, betont OB Thorsten Frei gestern bei der Eröffnung des „Fairen Weihnachtsmarkts“ veranstaltet vom Weltladen Donauhallen. Frei sprach dem ehrenamtlich engagierten Team um Vorsitzende Ulrike Bräuer-Higel seine Anerkennung für die Arbeit des Weltladens und des ihn tragenden Vereins aus.
Der dreitägige „Faire Weihnachtsmarkt“ bildet beinahe schon traditionell den Auftakt für die vorweihnachtlichen Aktionen und Märkte in Donaueschingen und dem Baaremer Städtedreieck. „Schönes mit Gutem verbinden“ lautet das Motto, das der Weltladen Donauhallen seinem Weihnachtsmarkt verpasst hat. Heute und morgen, jeweils ab 10 Uhr, können sich Besucher ein Bild davon machen und in dem breitgefächerten Warensortiment aus fairem Handel stöbern.
Quelle: http://www.suedkurier.de/
Freitag, November 11, 2011
Ausstellung: Mehr Gerechtigkeit bei Globalisierung
Bis zum 29. November zeigt die Sparkasse Mainfranken Würzburg im Foyer der Hauptstelle in der Hofstraße 7-9 die Ausstellung „Entwicklungsland Bayern – Globalisierung zukunftsfähig gestalten“. Die Gestaltung übernahm der Verein Eine Welt Netzwerk Bayern und präsentiert sie in Zusammenarbeit mit dem Weltladen Würzburg sowie der Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW).
Die Ausstellung weist die Besucher auf vielfältige Art und Weise auf bestimmte Verhaltensweisen und deren Auswirkungen hin. Unter anderem ist ein kurzer Film mit dem Titel „Wer zahlt die Rechnung für unseren Lebensstil?“ zu sehen. Dabei unterhalten sich drei Kumpel am Stammtisch über ihre schnellen Autos, die Urlaubsreise nach Namibia und Golf spielen in der Wüste. Am Ende legt ihnen die Kellnerin überraschenderweise keine Rechnung für ihre Getränke vor, sondern verlangt einen Ausgleich für den Ausstoß von insgesamt 26 Tonnen Kohlendioxid sowie 14 000 Flaschen Wasser (für das schöne Grün des Golfplatzes in der Wüste).
Sparkassenvorstandsvorsitzender Rudolf Fuchs hoffte bei der Eröffnung, dass sich möglichst viele Besucher für diese „hochinteressanten Themen“ interessieren. Seiner Ansicht nach sollten ein so erfolgreiches Bundesland wie Bayern und dessen Bürger auch Verantwortung für andere übernehmen und sich ihnen gegenüber fair verhalten. Jeder bekomme anhand dieser Ausstellung Tipps, wie er dazu beitragen könne.
„Wir haben Mitverantwortung für Menschen auf der ganzen Welt“, fügte DAHW-Geschäftsführer Burkard Kömm hinzu. Mehr Gerechtigkeit auf dem gesamten Globus „beginnt bei jedem einzelnen von uns“ – unter anderem beim Energiesparen und bei der Beachtung, wo und wie Produkte hergestellt werden. „Die Ausstellung nimmt die Angst vor der Globalisierung und sensibilisiert dafür.“
Die Präsentation beinhaltet neun Säulen, auf denen je zwei wirklich existierende Personen zu sehen sind, eine aus einem sogenannten Entwicklungsland und eine aus Bayern. Die Ausstellung wurde auch für Besuche von Schulklassen oder Jugendgruppen konzipiert. Dafür ist aber eine Anmeldung nötig unter E-Mail entwicklungsland-bayern@gmx.de.
Führungen vermitteln Renate Reichelt vom DAHW unter Tel. 7 94 81 38 oder Thomas Mitschke vom Weltladen, Tel. 1 73 08.
Quelle: http://www.mainpost.de/